Beispiel für eine Datenlieferung aus der Denkmalpflege 

Anhand eines Fallbeispiels wollen wir Ihnen aufzeigen, wie auch Ihre Denkmalpflege-Einrichtung Teil der DDB werden kann. Über den allgemeinen Ablauf können Sie sich hier informieren.

Formaler und inhaltlicher Vorlauf

Eine Denkmalbehörde ist gerade mit Fotos und Beschreibungen ihres Denkmalbestands online gegangen und möchte dieses Material gerne auch über die DDB verbreiten. Per E-Mail wendet sich Frau Muster, die die Online-Datenbank betreut, an die Fachstelle Denkmalpflege. Hier erfährt sie, dass zunächst eine unverbindliche Registrierung notwendig ist, die sie innerhalb von ca. 5–10 Minuten online vornehmen kann. Bei der Registrierung gibt sie den ISIL ihrer Denkmalbehörde an, den sie in der Online-Datenbank der Deutschen ISIL-Agentur (http://sigel.staatsbibliothek-berlin.de/startseite/) recherchiert hat. Außerdem teilt ihr der Mitarbeiter der Fachstelle mit, dass ein Kooperationsvertrag zwischen der Denkmalbehörde und der DDB geschlossen werden muss. Frau Muster lädt sich den Kooperationsvertrag herunter und gibt ihn an ihre Vorgesetzte weiter. Dabei kommt in der Denkmalbehörde die Frage auf, wie viel die Teilnahme an der DDB kosten wird. Frau Muster kann beruhigen, dass die Teilnahme kostenfrei ist. Frau Muster füllt anschließend den Online-Fragebogen über den zu liefernden Bestand aus. Den Link zum Fragebogen hat sie von der Fachstelle per E-Mail zugeschickt bekommen. Dabei gibt sie an, dass es sich bei dem Bestand um circa 1.000 Denkmäler handelt, die sie dem Medientyp „Bild“ zuweist, da in den Denkmalbeschreibungen Fotos enthalten sind. Die Denkmalbehörde möchte nicht, dass ihre Bestände von der DDB an die Europeana weitergegeben werden und kreuzt daher bei der entsprechenden Frage im Online-Fragebogen „nein“ an.

Mit der Geschäftsstelle der DDB werden Einzelheiten des Vertrages besprochen und schließlich wird der Kooperationsvertrag unterzeichnet. Intern wird auf Nachfrage durch Frau Muster nun auch über die Lizenz, unter der die digitalen Objekte und die Metadaten in der DDB veröffentlich werden, entschieden. Dabei hilft ihr die Übersicht zum Lizenzkorb der DDB.

Datenclearing und Datenlieferung

Die Fachstelle nimmt mit Frau Muster Kontakt auf, um die Angaben, die Frau Muster im Online-Fragebogen gemacht hat, zu besprechen. Außerdem wird über die Standards, die in der DDB für Daten der Sparte Denkmalpflege gelten, gesprochen. Dabei stellt sich heraus, dass Frau Musters Denkmalbehörde für die Datenverwaltung ein Programm benutzt, welches eine Text-, aber keine XML-Ausgabe besitzt. Darum wird vereinbart, dass die Daten als Text-Datei geliefert werden. Frau Muster erhält dafür eine Liste mit Feldnamen, denen sie die Felder der Daten zuordnet. Anschließend erstellt sie ein kleines Testdatenset. Dabei achtet sie darauf, dass möglichst alle Fälle in den von ihr ausgewählten Datensätzen vorkommen. So sucht sie verschiedene Denkmalarten heraus, die gut erschlossen sind. Da sie auch Flächendenkmäler in ihrem Bestand hat, stellt sie dafür vollständige Beispiele mit allen zugehörigen Bestandteilen zusammen. Zusätzlich kann sie in einer Excel-Datei sowohl Punkt- als auch Flächenkoordinaten vieler Denkmäler bereitstellen. Dann prüft sie anhand der von der AG Denkmalinformationssysteme der VdL erarbeiteten Wertelisten, ob Ergänzungen notwendig sind. Die Testdaten und ggf. notwendige Ergänzungsinformationen sendet sie an die Fachstelle.

Nach Erhalt der Testdaten überprüft die Fachstelle, ob die Mindestanforderungen erfüllt worden sind und ob das Datenformat bereits im Tool für die Umwandlung in das DenkXWeb-Format verankert ist. Notwendige Anreicherungen der Daten werden besprochen und Anpassungen am Tool durchgeführt. Frau Muster erhält eine XML-Datei mit den umgesetzten Daten und eine HTML-Datei, mit der sie die Zuordnungen überprüfen kann. Dabei fällt ihr auf, dass in den Daten Bautypen angegeben sind, die sich keiner Baukategorie zuordnen lassen. Da die Baukategorie wichtig für die Suche und die Stichworte in der DDB ist, weist Frau Muster den fehlenden Typen eine Kategorie zu. Sobald Frau Muster zufrieden ist, werden die Testdaten in das DDB-Testsystem eingespielt. Hierbei werden die Daten überprüft und Rückmeldungen ausgegeben, die Geo-Daten werden bei Bedarf so umgewandelt, dass sie mit dem von der DDB genutzten geodätischen Referenzsystem WGS84 kompatibel sind. Über einen Link kann Frau Muster alle Funktionen und angezeigten Informationen zu ihren Testdaten im Testsystem der DDB überprüfen. Sobald Frau Muster die Freigabe erteilt, werden die Daten abschließend von der Servicestelle überprüft und freigegeben. Danach wird der Datenbestand in die DDB geladen und ist damit online.