Fragen & Antworten (Technik)


1. Aus welchen Softwarekomponenten besteht die DDB?

Im zentralen Kernsystem werden die gespeicherten Daten verwaltet, die über einen Suchmaschinenindex zur Recherche aufbereitet werden. Das Kernsystem besitzt Schnittstellen zum Importieren von Daten und zum Zugriff darauf. Als Import-Werkzeug für Metadaten und Derivate digitaler Objekte fungiert der Augmented SIP Creator (ASC). Dieses Werkzeug nimmt Metadaten und Binärdaten (Vorschaubilder usw.) aus den Kultur- und Wissenseinrichtungen entgegen (über FTP oder OAI-PMH), überführt sie in das Format des Submission Information Package (SIP) und übergibt sie über den so genannten Ingest Multiplexer an das Kernsystem zur Speicherung und Weiterverarbeitung (Ingest). Das SIP für ein Objekt enthält Daten im intern verwendeten EDM-Format sowie Kurzansichten als XHTML-Snippets. Das Portal schließlich stellt die Benutzerschnittstelle bereit und kommuniziert über ein öffentliches API mit dem Kernsystem. Neben dem Kernsystem zur internen Speicherung der Metadaten und Binärdateien gibt es weitere Komponenten, in denen beispielsweise Nutzer-Accounts und Nutzerdaten (Favoritenlisten, Kommentare usw.) gespeichert werden. Weitere Informationen und Ansprechpartner finden Sie in DDBpro unter Projektkoordination.

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2. Welche Schnittstellen bietet die DDB zum Datenexport?

Die Deutsche Digitale Bibliothek stellt digitale Kulturdaten auch über ein öffentliches, so genanntes Application Programming Interface (API) an. Die Programmierschnittstelle ermöglicht nicht nur den Zugriff auf Metadaten und die digitalen Objekte (Voransichten, Derivate aber auch Originale), die damit beschrieben werden, sondern ermöglicht auch den Zugriff auf die Suchdatenbank (Apache Solr-Suchindizes) der DDB. Damit können externe Dienste und Anwendungen auf die Inhalte der DDB zugreifen. Die DDB verfügt weiterhin über eine OAI-PMH-Schnittstelle für den Datentransfer an Europeana. Diese ist derzeit noch nicht öffentlich zugänglich.
Weitere Informationen und Ansprechpartner finden Sie in DDBpro unter Schnittstellen.

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3. Welche Schnittstellen bietet die DDB zum Datenimport?

Zum einen können Sie Daten per File Transfer Protocol (FTP) hochladen. Dieser Weg eignet sich vor allem, um größere Datenmengen einmalig zu übertragen. Zum anderen können Kultur- und Wissenseinrichtungen ihre Daten über eine Harvesting-Schnittstelle bereitstellen (Open Archives Initiative Protocol for Metadata Harvesting, OAI-PMH), die dann durch die DDB abgefragt wird. Dieser Weg empfiehlt sich, wenn der Datenbestand regelmäßig aktualisiert oder erweitert wird.

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4. Welches Metadatenformat müssen die liefernden Einrichtungen bereitstellen?

Zugelassene Lieferformate sind DC, DenkXWeb, ESE, EAD(DDB), METS/MODS, MARCXML und LIDO. Diese Formate sind in den jeweiligen Sparten weit verbreitet. Die Ablieferung sollte im XML-Format erfolgen, da die Daten mittels XSLT-basierter Transformatoren in das interne Format der DDB konvertiert werden. Können die genannten Formate nicht geliefert werden, bieten die Servicestelle der DDB und die Fachstellen ihre Unterstützung an, um das jeweils vorhandene Format auf eines der zugelassenen Lieferformate abzubilden. Ausführlichere Informationen und Ansprechpartner finden Sie in DDBpro unter Leistungen für Datengeber.

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5. Welches Metadatenformat verwendet die DDB?

Das interne Metadatenformat der DDB basiert auf dem Europeana Data Model (EDM). Die DDB hat ein spezielles Anwendungsprofil dieses Datenmodells entwickelt, das die spartenübergreifende Suche, semantische Vernetzung und strukturierte Darstellung der (digitalen) Inhalte und ihrer Metadaten in der DDB optimal unterstützt. Das Europeana Data Model ist ein einfaches und flexibles Modell, das auf den Relationsprinzipien von Linked Data basiert. Die Daten sind in der Syntax des Ressource Description Frameworks (RDF) modelliert. Das Modell besteht aus verschiedenen Klassen und bietet die Besonderheit, ein Objekt des Kulturerbes aus drei verschiedenen Blickwinkeln zu beschreiben: als Objekt, dessen digitale Repräsentationen sowie die zugehörigen Metadaten. Es erlaubt die nachhaltige Verknüpfung von Objekten mit ihren Kontexten, beispielsweise mit Personen, Orten, Ereignissen. Auf dieser Grundlage werden zukünftig im Portal der DDB weitere explorative Recherche- und Präsentationsformen über verschiedene Datenbestände hinweg angeboten werden können.

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6. Wie kann ich das API der DDB nutzen?

Für die Nutzung des API der Deutschen Digitalen Bibliothek ist eine Authentifizierung in Form eines Schlüssels (API-Keys) notwendig. Ein Authentifizierungsschlüssel ist eine dem Nutzer eindeutig zugeordnete Zeichenfolge, die bei jeder Anfrage an das API zum Zwecke der Authentifizierung mit zu übertragen ist. Jeder registrierte Benutzer der Deutschen Digitalen Bibliothek kann sich einen Authentifizierungsschlüssel für die Verwendung des APIs erzeugen lassen. Dies erfolgt über das eigene Nutzerkonto im Bereich „Meine DDB“.
Weiterführende Informationen und eine detaillierte Beschreibung des API finden Sie unter https://api.deutsche-digitale-bibliothek.de/

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7. Wozu ist ein API gut?

Das Application Programming Interface (API) ist eine Programmierschnittstelle, die über eine Reihe von Methoden den Zugriff auf Daten der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) ermöglicht. Sie erlaubt die Entwicklung vielfältiger Anwendungen, die die in der DDB vorgehaltenen Inhalte nutzen und sie jeweils nach den eigenen Wünschen darstellen und in unterschiedliche Kontexte einbetten. Das API steht nach Registrierung und Anmeldung im Portal der DDB allen Benutzern offen, sobald sie sich einen Zugangscode (so genannter API-Key) im „Meine DDB“-Bereich des Portals erzeugt haben.

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