Fragen & Antworten 

Allgemeine Fragen zur Antragstellung:  


1. Wer ist antragsberechtigt?
Antragsberechtigt sind alle bei der Deutschen Digitalen Bibliothek registrierten Kultur- und Wissenseinrichtungen, unabhängig davon, ob bereits Daten an die Deutsche Digitale Bibliothek geliefert worden sind. Die Registrierung bei der Deutschen Digitalen Bibliothek muss spätestens zum Zeitpunkt der Antragstellung abgeschlossen sein.

Pro registrierter Kultureinrichtung darf nur ein Antrag auf Förderung eines Digitalisierungsprojekts gestellt werden.

Sind innerhalb einer Institution Untereinrichtungen registriert, kann jede Untereinrichtung einen eigenen Antrag stellen. Eine Universität kann beispielsweise ein Archiv und eine Bibliothek als Untereinrichtungen registrieren.

2. Wer ist nicht antragsberechtigt?
Einrichtungen, die nicht registriert sind, sind nicht antragsberechtigt. Auch Einzelpersonen sind nicht antragsberechtigt.

3. Wann und wie wird der Antrag gestellt?
Die Anträge können ausschließlich über das Online-Antragsformular des Deutschen Bibliotheksverband e.V. eingereicht werden. Das Antragsformular wird ab dem 25.02.2021, 10 Uhr, freigeschaltet. 

Ein Muster des Antragsformulars finden Sie auf der DDB-Internetseite:
https://pro.deutsche-digitale-bibliothek.de/node/1184

Da die Anträge in der Reihenfolge ihres Eingangs geprüft und bewilligt werden, bis die Fördermittel aufgebraucht sind, ist es sinnvoll, den Antrag frühestmöglich einzureichen, damit er im Falle einer Überzeichnung des Programms berücksichtigt werden kann.

4. Wann beginnt, wann endet die Antragsphase?
Die Antragsphase beginnt am 25.02.2021, 10:00 Uhr. Sie endet nach der Vergabe aller Mittel, spätestens jedoch am 30.04.2021

5. Wann beginnen, wann enden die Projekte?
Mit den Projekten kann erst nach erfolgter Bewilligung und Abschluss des Zuwendungsvertrags begonnen werden, dies ist frühestens ab dem 31.03.2021der Fall. Die Projekte müssen bis spätestens 31.12.2021 abgeschlossen werden.

6. Gibt es obligatorische Anlagen zum Antrag?
  • Wenn bereits vorhanden: Nachweis über gesicherte Drittmittel (Zuwendungsbescheid o.ä.). Der Nachweis muss spätestens zum Abschluss des Förderantrags vorliegen.
  • Nachweis über Vertretungsberechtigung (z.B. Auszug aus dem Vereinsregister, Vollmacht)
  • Wenn die antragstellende Einrichtung nicht in öffentlicher Trägerschaft ist, zusätzlich: Satzung oder entsprechendes Dokument 
  • Wenn die Einrichtung vorsteuerabzugsberechtigt ist: Ggf. Bescheid über Vorsteuerabzugsberechtigung
 
7. Darf ich einen Förderantrag für ein laufendes Projekt stellen?
Nein, laufende oder bereits abgeschlossene Maßnahmen und Verträge werden nicht gefördert.

8. Wann bekommen wir eine Rückmeldung zum Antrag?
Eine Rückmeldung zum Antrag wird nach der Prüfung erfolgen. In der Regel geschieht das innerhalb von sechs bis acht Wochen. Bei hohem Antragsaufkommen kann sich dieser Zeitraum auch verlängern.

9. Wie läuft die Bewilligung ab? 
Über die Anträge wird in einem zweistufigen Verfahren entschieden: Die Anträge werden in der Reihenfolge ihres Eingangs auf die formalen Antragsvoraussetzungen geprüft (Antragsberechtigung, Finanzplan, Anteil der Eigenmittel). Liegen die formalen Voraussetzungen vor, werden die Anträge im Umlaufverfahren von einer unabhängigen Fachjury beschieden. 
Wenn alle Prüfkriterien positiv beurteilt worden sind, werden die Anträge in der Reihenfolge ihres Eingangs zur Förderung ausgewählt und die Antragsteller benachrichtigt.  

10. Was ist der Unterschied zwischen Zuwendungsvertrag und Kooperationsvertrag? 
Der Kooperationsvertrag liegt der Datenlieferung an die DDB zugrunde, er wird mit allen Datenpartnern der DDB geschlossen. Er räumt der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die die DDB vertritt, die erforderlichen Nutzungsrechte an den zentral beim FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur gespeicherten Metadaten (im Einzelfall Derivaten und digitalen Inhalten) ein. Außerdem trifft er Festlegungen für den gegenseitigen Verantwortungs- und Haftungsbereich. 
Der Zuwendungsvertrag wird mit dem Deutschen Bibliotheksverband geschlossen. Er enthält Angaben zur Fördersumme, zum Bewilligungszeitraum und zur Verwendung der Mittel. Er wird nur mit Einrichtungen geschlossen, die im Rahmen von Neustart Kultur eine Digitalisierungsförderung durch die DDB erhalten. 

Fragen zu den Fördermitteln: 

1. Mit welchen anderen Förderprogrammen darf die Förderung kombiniert werden? 
Soweit neben dieser Förderung auch Fördermittel aus anderen Förderprogrammen des Bundes in Anspruch genommen werden sollen, muss die Förderung unterschiedlichen Zwecken dienen und voneinander abgrenzbar sein. 

Eine konzeptionelle, inhaltliche Verknüpfung mit bereits laufenden und/oder beantragten Förderprogrammen ist möglich. In diesen Fällen sollten die Projekte jeweils eigenständig realisierbare Teilprojekte eines Gesamtprojektrahmens darstellen, da die Projektbewilligungen nicht voneinander abhängig sein sollen. 

2. Können Einrichtungen Ihre Projektanträge, die sie bereits bei WissensWandel  eingereicht haben, auch bei der Deutschen Digitalen Bibliothek einreichen? 
Ja, dies ist grundsätzlich möglich, auch muss kein neuer Projekttitel gewählt werden. Wenn eine Förderung bei einem Projekt bewilligt wird, muss die Einrichtung den anderen Antrag zurückziehen, damit es nicht zur Doppelförderung kommt. 

3. Dürfen Einrichtungen Fördermittel sowohl von WissensWandel wie von der Deutschen Digitalen Bibliothek erhalten?  
Dies ist möglich, wenn die Förderungen unterschiedlichen Zwecken dienen und voneinander abgrenzbar sind. 

4. Darf ich eine Förderung bei der Deutschen Digitalen Bibliothek beantragen, wenn mein Antrag bei WissensWandel bereits abgelehnt wurde? 
Ja, eine erneute Antragstellung ist möglich. 

5.  Wie hoch ist die Förderung? 
Die Mindestantragssumme beträgt 10.000,00 €. Maximal dürfen 200.000,00 € beantragt werden. 

6.  Welche Ausgaben sind förderfähig? 
Projektanträge müssen auf die retrospektive Digitalisierung gerichtet sein inklusive der dazugehörigen Arbeitsschritte. Es muss sich um die Digitalisierung von Kulturgütern (z.B. Printmedien, Filmen, Tonaufnahmen, Werken der bildenden Kunst, Fotografien, Denkmälern) handeln, die zu Sammlungen von Kulturerbeeinrichtungen in Deutschland gehören. Hierfür anfallende Kosten sind förderfähig. Dies betrifft insbesondere 
  • die Digitalisierung von Objekten, 
  • die Metadatenanreicherung, 
  • die Unterstützung im Projektmanagement, 
  • das Hosting der Digitalisate. 
Entsprechend des Ziels dieser Förderung kann Technik angeschafft werden, die für die Digitalisierung zwingend erforderlich und nicht in den Einrichtungen vorhanden ist. Zu beachten ist aber, dass die Fördermittel nicht ausschließlich oder überwiegend, d.h. über 50%, für die Anschaffung notwendiger Geräte eingesetzt werden dürfen.  
Förderfähig sind Personalkosten und Sachkosten. 

7.  Welche Ausgaben sind nicht förderfähig? 
Nicht förderfähig sind: 
  • der Erwerb von Kulturgut, 
  • die konservatorische Vorbereitung der Objekte, 
  • die Produktionen von digitalen Offline-Medien wie CDs, DVDs, USBs etc. 
  • Personal- und/oder Honorarmittel für die Erstellung der Bewerbung, 
 
8.  Wie fülle ich den Kostenplan korrekt aus? 
Der Kostenplan basiert auf einer Vorkalkulation. 

Beispiel für solch einen Kostenplan:  
 
    Erläuterung   Gesamtkosten  
   Personalkosten 1 Projektmitarbeiter TVöD
E8 Stufe 3 mit 20
Wochenstunden vom 
01.04.21-30.11.21
13.600 EUR 
   SachkostenWartungskosten für Gerät
XY für 12 Monate à 50 EUR 
Gesamt 600 EUR 
 
Scan von 1000 Seiten à
0,12 EUR Gesamt 120 EUR 
720 EUR 
   Anschaffungen 2 Tablets à 250 Euro 500 EUR 

Bei Anschaffungen von notwendigen Geräten sind Mengen und Stückpreise anzugeben. 

9.  Was tun bei Vorsteuerabzugsberechtigung? 
Dem Antrag ist ein Bescheid über Vorsteuerabzugsberechtigung beizufügen. In diesem Fall werden nur die Nettobeträge (ohne Umsatzsteuer) als zuwendungsfähig anerkannt. 
Im Kosten- und Finanzierungsplan müssen entsprechend die Nettobeträge eingetragen werden. 

10.  Muss ich zum Antrag schon Angebote einreichen? 
Nein, konkrete Angebote müssen bei der Antragstellung nicht eingereicht werden. Jedoch ist es erforderlich, bereits bei der Antragstellung so genau wie möglich zu kalkulieren. Insbesondere im Internet eingeholte Kalkulationen sind zu dokumentieren und die hier möglichen hohen Preisschwankungen zu berücksichtigen. 

11.  Sind Eigenmittel für die Beantragung erforderlich? 
Für eine Förderung ist eine Eigenbeteiligung der Antragsteller in Höhe von 10% der Gesamtkosten erforderlich. Die Eigenbeteiligung kann durch Eigenmittel in Form barer Mittel oder durch Drittmittel erfolgen.  
Drittmittel können bei Kommunen, Stiftungen, durch Sponsoring oder Fördervereine eingeworben werden. 
Der Nachweis über eingeworbene Drittmittel muss der DDB spätestens bei Abschluss des Zuwendungsvertrags vorliegen. 
Für den Nachweis der Eigenmittel, die nicht in Form von Drittmitteln vorliegen, genügt die Versicherung im Antragsformular, dass die Eigenmittel sicher zur Verfügung stehen. 
  
Beispielrechnung 
 
Gesamtkosten der Maßnahme in EUR (gerundet)Höhe der Eigen- und/oder Drittmittel (10%) in EUR (gerundet) Förderungssumme durch “Zielgerichtete Digitalisierungsförderung bei Kultureinrichtungen aus dem Netzwerk der Deutschen Digitalen Bibliothek” in EUR (gerundet)  
  11.111 €   1.111 €  
  10.000 € (Mindestfördersumme) 
 
  
  50.000 € 
 
  5.000 €   45.000 € 
  111.111 €   11.111 € 
  100.000  €
 
  
  222.222 € 
  
  22.222 € 

  200.000 € 
  (Höchstfördersumme) 
 

12. Können Eigenmittel aus anderen Bundesprogrammen stammen?  
Ja, Eigenmittel können auch aus anderen Bundesprogrammen oder -mitteln stammen. 

13.  Können Personalkosten für Stammpersonal als Eigenmittel angegeben werden? 
Der Eigenanteil mit Personalmitteln aus Stammpersonal kann nicht berücksichtigt werden. Förderfähig sind nur Personalausgaben, die nachweislich durch die Maßnahmen zusätzlich verursacht werden. Unbare Mittel können als Eigenmittel ebenfalls nicht berücksichtigt werden.