Community-Workshop der LIDO-Terminologie-Gruppe in Berlin 

Donnerstag, 24. Oktober 2019 - 14:00 bis Freitag, 25. Oktober 2019 - 11:00

Zu Objekten der materiellen Kultur als Forschungsgegenständen gibt es bisher keine anerkannten Kriterien für die Definition und Pflege von Forschungsdaten. Letztere liegen in der Regel auf Grundlage institutionsspezifischer Richtlinien in (z.T.) lokalen Formaten vor, beruhen also auf heterogenen Datenmodellen und Kurationskriterien.

Charakteristisch für die wissenschaftliche Erschließung von Objektsammlungen der materiellen Kultur ist zudem die Dynamik der Daten, der zugrundeliegenden Datenmodelle und der Datentransformationen, weil eine kontinuierliche Aktualisierung hinsichtlich des aktuellen Forschungsstandes üblich und erforderlich ist. Darüber hinaus basieren die Daten oft auch auf unsicherem Wissen.

Ziel des Workshops ist es, Anforderungen an die Qualität von sowie an das Qualitätsmanagement in Bezug auf Forschungsdaten zu erarbeiten.

Zudem wollen wir Probleme im Umgang mit Forschungsdaten zu Objekten der materiellen Kultur diskutieren und Anforderungen an (zukünftige) Datenformate, insbesondere LIDO ermitteln.

Die Ergebnisse des Workshops fließen anschließend im Rahmen von KONDA in die Erarbeitung eines generischen Qualitätsmanagementprozesses sowie in die Weiterentwicklung von LIDO als Metadatenstandard zur Beschreibung von Objekten der materiellen Kultur ein. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Abbildung von unsicherem und dynamischem Wissen.

Fachstelle Museum